Sinnlicher Subkontinent – Akrobaten und Tempeltänzer der Show “India” gastieren ab Donnerstag in Hamburg
Januar 25, 2010  |  Start_News

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Noch nicht “mit der Seele in Indien” gewesen, um mit Hermann Hesse zu sprechen? Dann wird es aber Zeit. Ohne ins Flugzeug zu steigen, lässt sich die Reise auf den Subkontinent jetzt bequem an einem Abend bewältigen: Am kommenden Donnerstag hat die Tanz-Zirkus-Show “India” in Hamburg Premiere. Auf dem Heiligengeistfeld ist eine kleine Zeltstadt entstanden, in der jeden Abend 2000 Zuschauer in die Welt der Gaukler, Akrobaten und Tempeltänzer eintauchen können.
Die Show, die unter der Schirmherrschaft des Maharadschas von Jodphur, Gaj Singh II., steht, hat in Frankfurt bereits 70 000 Besucher in ihren Bann gezogen. Produzent ist Matthias Hoffmann, der vor vier Jahren mit André Heller das Ethno-Spektakel “Afrika! Afrika!” nach Hamburg brachte und mit Starkoch Eckart Witzigmann die Dinner-Revue “Palazzo” veranstaltete.
Nun wollen 80 junge indische Tänzer, Artisten und Künstler ihre Heimat auf unterhaltsame Weise als Land der Gegensätze präsentieren. Zur sieben Millionen Euro teuren Show gehören unter anderem Massentanzszenen, wie sie aus Bollywood-Filmen bekannt sind. An der Choreografie wirkte der indische Tanz-Star Shiamak Davar mit.
Auch zahlreiche traditionelle Darbietungen werden zu sehen sein: Bei der Yoga-Kunst Mallakhamb zum Beispiel zeigen Akrobaten ihr Können, während sie auf der kleinen Oberfläche eines Holzpfahls stehen oder an einem Seil hängen. Bewundern kann man den 300 Jahre alten Gotipua-Tanz, bei dem einst Jungen in Mädchenkostümen auftraten und mit ihrer besonderen Ausstrahlung zwischen weiblicher Anmut und männlicher Tapferkeit die Zuschauer verzauberten.
Neben den Auftritten von Kampfkünstlern und Feuerschluckern darf natürlich der beliebte indische Seiltrick nicht fehlen: Ein Fakir bringt dabei ein Seil in aufrechte Stellung und lässt einen Jungen daran hochklettern. Dieser löst sich, oben angekommen, in Luft auf. Wütend klettert der Fakir hinterher und schwingt seinen Krummsäbel durch die Luft. Die Gliedmaßen des Jungen fallen zu Boden und werden in einen Korb geworfen, aus dem der Junge wenig später unverletzt wieder entsteigt. Indien ist eben nicht nur das Land der Sehnsucht, sondern auch der Wunder und Geheimnisse.



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